Ein weiteres Rifle Match im kalten Norden...
Am Wochenende vom 16. / 17. Oktober fanden die ersten Danish Rifle Open in Dänemark, genauer in Kopenhagen statt. Aus der Schweiz nahmen vier Teilnehmer statt. Oliver Josi, Patrick Bieri, Peter Kressibucher und ich. Auf dem Hinweg verlief alles glatt und wir waren genau in der Zeit im Hotel. Nach der Ankunft gingen wir sofort auf die Range, welche mitten in der Stadt in der Nähe des Flughafens liegt. Sobald das Einschreiben durch war sprachen wir noch mit einigen Schützen aus anderen Nationen. Vor Allem waren Nordische Nationen wie Norwegen und Finnen anwesend, aber auch Deutsche und ein paar Andere. Am Freitagabend war in Kopenhagen noch ein „Tag der offenen Museen“ und auf Deutsch ausgedrückt tanzte der Bär! Zum Glück hatte ich vernünftige Kollegen bei mir und wir kamen rechtzeitig ins Hotel zurück.
Der erste Stage den wir schossen, forderte dann auch bereits einiges ab. Er bestand nur aus 8 Schuss.
Davon waren jedoch 4 auf einer Laufscheibe auf 150 Meter, welche ca. mit 12 km/h über das Feld wetzte. Zwischen den zwei Targets war dann auch noch eine Penalty Scheibe. Ein weiterer Stage wurde ab „Pferd“, also ein Holzpferd, geschossen. Die Bequemlichkeit für den Hintern hielt sich in Grenzen. Es gab Stages mit Distanzen zwischen 5 und 300 Meter wo die Herausforderungen vor Allem in der richtigen Beurteilung der Ballistik lagen. Wenn die Waffe auf 100 m Zero ist, fällt das Geschoss auf 300m ca. 38 cm. Bei einer 20 oder 30 cm Stahlplatt spielt es dann natürlich eine Rolle wo hingezielt wird. Hier hatten wir Schweizer, wie auch in vergangenen Matches gesehen, einen enormen Vorteil. Wir sind uns gewöhnt auf 300 m zu schiessen. Andere Nationen hatten auf einem 20 Schuss Stage wo 10 Platten auf 300m und 5 Scheiben auf 10m, 100, und 150m verteilt waren, mehr Mühe. Sie hatten Zeiten um 120 Sekunden, während wir dies in knapp 40 schossen.
Hier kam dann auch der unschöne Kontext des Matches zum Tragen. Ein paar wenige Schützen reklamierten beim Veranstalter und zwei Stages wurden gestrichen. Noch unglücklicher verlief es am Stage 9. Hier wurde das Briefing gleichzeitig mit zwei Squads gemacht. Die andere Squad hätte starten müssen und plötzlich war ich der erste Schütze. Als ich nochmals durchlaufen wollte hatte der RO das sofort abgebrochen, prompt liess ich eine Position mit 8 Scheiben stehen. Als nächster Schütze kam Kressi, welcher ein Magazin in der Hand hielt. Der RO beobachtete wie Peter auf die Safety Zone zulief. Als er mit einer Hand hinter die Safety Zone reichte
um sein Gewehr zu holen, erhielt er ein DQ. Ebenso hatte der gleiche RO fast Oli aus nichtigen Gründen aus dem Rennen genommen. Zum Glück war dies der einzige RO der so negativ aufgefallen war.
Trotz dieses ominösen Stage 9 war das Match spannend und hat viel Spass gemacht. Die Resultate waren für die CH nicht schlecht. 3 Schützen unter den ersten 20 wobei Oli mit dem 4ten Rang Top performte. Wenn die 2 Stages nicht gestrichen worden wären, hätte das Ranking wahrscheinlich massiv besser ausgesehen und wir hätten sicher 2 Medals geholt. Aber eben wenn…
Die Rückreise war noch interessant. Bei der Ausreise mussten wir ein Formular ausfüllen und in den Security Check gehen. Hier warteten zwei Damen auf uns, wovon eine jung und sehr attraktiv war. Während das Gepäck gescannt wurde, musste ich auch durch einen Scanner laufen. Anschliessend wurde ich von der jungen Lady abgetastet und „gründlich“ durchsucht. Ich erzählte dies dann auch Oli, welcher „zufällig“ noch Münzen in der Hosentasche hatte und auch durchsucht. Als Peter an der Reihe war, fragte sie in zuerst, er solle doch die Hosentaschen leeren. Er kam dann leider nicht mehr in den Genuss einer persönlichen Kontrolle.
Wir werden nächstes Jahr sicher wieder den einen oder anderen Gewehr Match schiessen und ab 2012 fangen dann die grossen Rifle Matches mit einer EM und WM an.
DVC Thomas
DVC and shoot straight and save! Thomas
Thomas Steiger / Oktober 2010
